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Geschichtlicher Streifzug

1922
Am 21. Mai fand unter Vorsitz des Bürgermeisters und Gastwirtes Johann Reiterer die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Freidorf statt. Bei dieser wurde das langjährige Mitglied der FF Schamberg, Josef Achatz, zum 1. Hauptmann von den 45 eingetragenen Mitgliedern gewählt. Von den heftig diskutierten Standorten für das erste Spritzenhaus fiel die Wahl auf den in der Dorfmitte gelegenen Obstgarten des Bürgermeisters Johann Reiterer. Hier wurde im Ausmaß von 7 x 9 Meter ein Holzbau errichtet. Auf Grund der Finanzierungsschwierigkeiten beim Bau wurde noch im August desselben Jahres eine Bausteinaktion mit einem Stückwert von 1.000 Kronen aufgelegt. Beim ersten Brandeinsatz bei Koinegg, vlg. Hurmlipp, am 28. Juni 1922 fuhr die Wehr mit Pferdewagen, Handdruckspritze und Gerät aus.

1923
Weihe des Rüsthauses und der Handdruckspritze.

1929
wurde die 1. Motorspritze von der Firma Gugg übernommen und 1930 im Zuge eines Festes gesegnet.

1932
Am 17. April ereignete sich das bis heute in Erinnerung gebliebene Großfeuer in der Porzellanfabrik. In diesem Jahr werden auch die ersten unterstützenden Mitglieder genannt. Die Rettungsabteilungen Freidorf und Frauental werden zusammengelegt. Aus dem damals schon bestehenden Hilfsschatz erhielt Ehrenhauptmann Karl Mochart am 24. Dezember eine Unterstützung von 100 Schilling.

1937
kam es zur Abtrennung der Rettungsabteilung von der Feuerwehr mit eigenem Kassier und Schriftführer.

1938
Im Gedächtnis geblieben ist vielen auch das gewaltige Hochwasser in Frauental. Franz Krall wird von der Gemeinde verpflichtet, mit seinen Pferden die Rüstwagenbespannung zu stellen. Am 11. Mai übernahm Hauptmann Josef Nebel die Wehrführung.

1939
Der alte Rüstwagen wird um 10 Reichsmark verkauft.

1942
Am 7. Februar wurde Franz Kleiner zum 3. Hauptmann in die Wehrführung gewählt. Während der Kriegsjahre bis 1944 wird nur von einigen Übungen und Straßensammlungen berichtet.

1948
Am 27. Juni fand die 25-jährige Gründungsfeier der Freidorfer Wehr statt. Am 13. Juli wurde von der FF Deutschlandsberg das erste Rüstauto – ein Canada-Ford – um 9.000 Schilling angekauft.

1949
Im August verstirbt Josef Achatz plötzlich an einem Schlaganfall. Der Stellvertreter Johann Polz übernimmt die Wehrleitung.

1959
Johann Polz wird bei der Jahreshauptversammlung als Hauptmann bestätigt. Das Rüsthaus wird mit Ziegeln untermauert und verputzt.

1951
wurde mit dem Bau eines 43.000 Liter fassenden Löschwasserbehälters in der Dorfmitte begonnen.

1952
wurde das Rüstauto (Canada Ford) umgebaut.

1956
wurde die neue Tragkraftspritze RW 75 in Betrieb genommen.

1958
Erster F.u.B.-Einsatz im Hochwasserkatastrophengebiet St. Jakob in der Breitenau.

1960
Nach dem plötzlichen Tod von Hauptmann Johann Polz wird Josef Polz zum neuen Wehrführer gewählt.

1961
Übersiedlung in das neue Rüsthaus am derzeitigen Standort.

1962
Am 8. Juli fand die Rüsthaussegnung und das 40-jährige Gründungsfest statt. Es war dies gleichzeitig das 1. Sommerfest bei Loibner, vlg. Harkamp.

1967
wurde ein Landrover als Rüstfahrzeug sowie ein VW-Bus als Mannschaftstransportwagen angeschafft.

1972
Ein Atemluft-Kompressor vom Land wurde als Bezirksgerät übernommen.

1973
wurde die Sorger-Brücke vom Hochwasser weggerissen.

1974
Großschlauchboot mit 40-PS-Außenbordmotor als Bezirksgerät übernommen.

1975
8-kVA-Notstromaggregat vom Land als Bezirksgerät erhalten.

1978
wurde der VW-Bus durch einen Ford-Bus ersetzt.

1981
wurd das bisherige Notstromaggregat durch ein 28-kVA-Aggregat ersetzt.

1989
wurde das Schlauchboot mit einem 70-PS-Mercury-Außenbordmotor versehen.

1990
kam es zum Ankauf des Tanklöschfahrzeuges Steyr Allrad S 13-23 mit Seilwinde.

1995
Inbetriebnahme des Löschfahrzeuges mit Bergeausrüstung Type Mercedes Benz 814 Da 4x4 mit integriertem Notstromaggregat und der Tragkraftspritze Type BMW Fox.

1997
Absoluter Höhepunkt war die Austragung des 113. Landesfeuerwehrtages in Frauental, gemeinsam mit der FF Frauental und der FF Schamberg.

2010
Inbetriebnahme des neu um- und ausgebauten Rüsthauses, welches modernst ausgestattet ist und den heutigen Anforderungen absolut gerecht wird.

2012
Anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Feuerwehr wird ein Bereichsfeuerwehrtag in Freidorf abgehalten.

2017
Der Bereichsjugendleistungsbewerb für die Bereiche Deutschlandsberg, Leibnitz und Radkersburg wird am 01.07.2017 organisiert und auf der Sportanlage Frauental veranstaltet.

Beim Durchlesen der seit der Gründung vorhandenen Tätigkeitsberichte kann man von den verschiedensten Vorkommnissen eine ausführliche Niederschrift finden.
Mit der zunehmenden Motorisierung, Technisierung und den immer größeren Transportleistungen auf der Straße werden auch die eingesetzten Mittel, Fahrzeuge und Ausrüstungen einer Wehr immer anspruchsvoller und teurer. Die Gesamteinsätze der Feuerwehren ist deutlich angestiegen. Waren früher nur einige Brände bzw. Hochwassereinsätze zu verzeichnen, so werden heute von jeder Wehr hunderte von technischen Hilfeleistungen mit tausenden Einsatzstunden im Jahr geleistet. Dazu gehören viele hunderte Stunden der Wartung, der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und der kostspieligen Überprüfung der technischen Geräte.
Wurde früher der Feuerwehrmann als Steiger, Rohrführer oder Maschinist ausgebildet, so muss er heute ein vielseitiger Spezialist sein. Nicht nur das Fahren mit schweren Lastkraftwagen, sondern auch das Bedienen von Seilwinden, Notstromaggregaten, Atemschutzgeräten, Funkgeräten und Motorbooten muss beherrscht werden. Um diese Kenntnisse zu erlagen und zu erweitern, verbringen die Kameraden viele Stunden ihrer Freizeit in der Landesfeuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring.